Seit Anfang Dezember hatte ich Wehen.
Meine Hebamme, Elke, kam und untersuchte mich.
Der Muttermund war schon ca. 5 cm auf.
Das war am 5. Dezember 2000.
Wir entschieden uns dazu einzuleiten, bzw. das Ganze mit einem Zäpfchen etwas in Gang zu bringen.

(Da unsere Kinder Jahr auf Jahr geboren sind, vermutete Elke eine Wehenschwäche. Unsere Geburten waren auch nicht immer ohne Schwierigkeiten, so daß wir lieber im Krankenhaus sein wollten.)

Also, wollten wir uns am 7.Dezember im Krankenhaus treffen.

Am Donnerstag, den 7. Dezember 2000 waren wir morgens um 7.30 Uhr in der Klinik.
Um 8.00 Uhr wurde das Zäpfchen gelegt und Elke kam gegen 8.30 Uhr zu uns ins Krankenhaus.

Da lag unser „Huch" noch nicht richtig und ich sollte ein paar Übungen machen, die ihm den Weg in mein Becken zeigen sollten.

Dann kamen die Wehen auf einmal ganz heftig und mir wurde sehr schlecht.
Daraufhin sind wir vom Wehenzimmer in den Kreißsaal umgezogen.

Jetzt haben wir weiter daran gearbeitet, das Huch raus kommt.
So gegen 10.00 Uhr hatten wir schlechte Herztöne, aber sie erholten sich recht schnell wieder.

Dann war der Kopf schön im Becken und die Herztöne waren auch wieder gut.
Trotz alledem wollte Elke, das wir die Saugglocke ansetzen, um ihn schnell raus zu holen.
Sie hatte ein blödes Gefühl.
Der Doc wollte zuerst nicht, aber nachdem er mich untersucht hatte, sollte es los gehen.
Da war es 11.15 Uhr.
In der nächsten Wehe schoß Huch heraus.

Da war es 11.16 Uhr.
Hagen hatte die Nabelschnur um den Hals.
Ich sah sofort, irgend etwas stimmt nicht.
Ich schrie, Elke mach was!

Dann erkannte auch Elke und der Doc was los war.
Hagen atmete nicht und sein Herz schlug auch nicht.
Er war tot.

Der Doc ging mit Hagen zum Reanimationsset.
Er reanimierte Hagen und sein kleines Herz schlug 4 Minuten später wieder.
Der Anästhesist war schon da und intubierte Hagen sofort.
Eine viertel Stunde später war auch eine Kinderärztin da.

Dann kam Elke auch zu uns und sagte, er werde in die Uni-Kinderklinik Kiel verlegt.
Sie hätten dort schon angerufen.

Elke war zwischendurch immer mal bei mir und nahm mich in den Arm und auch bei Hagen, um mir sagen zu können, was los ist.

Wie ich wußte, er wird verlegt, wollte ich ihn sehen.
Elke und Olaf haben mich dann in einem Rollstuhl rüber geschoben.
Ich sah diesen hübschen Kerl und wußte nicht was ich für ihn tun konnte.

Dann kam der Kinder-Notarzt aus Kiel und man behandelte Hagen noch über eine halbe Stunde dort, dann fuhren sie mit ihm nach Kiel.
Ich sagte meinem Sohn, er solle kämpfen.

Inzwischen war es schon 13.30 Uhr und Elke, Olaf und ich saßen im Kreißsaal, ganz still.
Wir hielten uns alle im Arm.

Elke sagte nur, so wie Hagen aussah und was er bis dahin konnte bzw. nicht konnte, wird er auf jeden Fall einen Schaden davon behalten.

Diagnose: Sauerstoffmangel unter der Geburt.
                Nabelschnur um den Hals, zu kurz und zu dünn
Die Geburt